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Darf es etwas schriller sein?

Stilikone, Punkrockerin, Künstlerin? Auf Nina Hagen trifft alles zu, denn die gebürtige Ost-Berlinerin zeigt immer wieder neue Facetten. Sie hält mit ihrer Meinung niemals hinter dem Berg und polarisiert seit Generationen die Massen. Manche bezeichnen sie als schrill, andere sehen in ihr den Inbegriff der Ostbewegung. Nina Hagen hat sich immer etwas getraut und ist deshalb zum Vorbild geworden. Ihre Meinungen sind, genau wie ihre Outfits, ziemlich überspitzt. So hat sie längst Kultstatus erreicht und ist noch immer ein gerne gesehener Gast im Fernsehen oder auf den deutschen Bühnen. 

Zudem ist sie für ihr soziales Engagement bekannt. Ihr Lebenswerk muss gewürdigt werden und mit dem Theatermuseum Hannover wurde dafür die perfekte Location gefunden. Vom 3. Oktober bis zum 12. Januar wird Nina Hagen dort nämlich eine Sonderausstellung gewidmet. Arne Buhrdorf ist nicht nur ein großer Nina Hagen-Fan, er stellt seine gesammelten Objekte über die Berlinerin nun einem breiten Publikum vor. Darunter sind viele private Gegenstände zu finden und besonders die Herangehensweise der Ausstellung beeindruckt. So wird das Leben von Nina Hagen aus der Sicht eines Fans und Sammlers unter die Lupe genommen.

Eine Lebensgeschichte voller Wendungen

 

Wie kam eigentlich Arne Buhrdorf dazu, sich dem Leben von Nina Hagen zu widmen? Alles begann im Jahr 1980, als er die LP „Unbehagen“ als Geschenk erhält. Buhrdorf ist beeindruckt und fängt damit an, unzählige Ausschnitte aus allen erdenklichen Zeitschriften über die Künstlerin zu sammeln. Auch Tonträger, Bücher, Fotos, Werbeartikel und Autogramm- und Eintrittskarten aus aller Welt gehören zu seiner Sammlung. Inzwischen umfasst sein Fundus über Nina Hagen mehr als 2000 Zeitungsartikel und über 1000 andere Exponate. Bereits seit 2003 haben Fans von Nina Hagen die Möglichkeit, sich im Internet über den Werdegang der Künstlerin zu erkundigen. Da ging nämlich das Nina-Hagen-Archiv von Arne Buhrdorf online. Die Ausstellung im Theatermuseum Hannover ist in 12 Bereiche unterteilt und zeigt auf, dass Nina Hagen noch immer etwas zu sagen hat.

 

Neue Facetten von Christine Kaufmann

 

Im gleichen Zeitraum kann im Theatermuseum Hannover eine Sonderausstellung über die Schauspielerin Christine Kaufmann bewundert werden. Die Fotoausstellung zeigt ungeschminkte Aufnahmen der Ausnahmeschauspielerin. Geschossen hat die Bilder ihr Bruder Hans-Günther Kaufmann, der es als professioneller Fotograf geschafft hat, den Werdegang von Christine Kaufmann vom Kinderstar zur Grand Dame des deutschen und österreichischen Films festzuhalten. Die Besucher erhalten persönliche Einblicke in das Leben von Christine Kaufmann und erleben dabei auch die Schattenseiten des Ruhms. Die große Schauspielern begeistert eben noch über den Tod hinaus.

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