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Afrika ist zwar einer der fünf Kontinente, dennoch bleibt Afrika für die meisten Menschen ein Mysterium. Welche Traditionen werden hier gepflegt und wie leben die Menschen vor Ort? Welche Monumente sind hier beheimatet? Das Werk die „Beschreibung Afrikas“ gehört zu den Standardwerken über den Schwarzen Kontinent, obwohl Autor Olfert Dapper zu Lebzeiten nie in Afrika war. 

Der Autor (1636-1689) hat seine Heimat Holland zu keiner Zeit verlassen und dennoch konnte der gelernte Mediziner mit seinem Buch die „Beschreibung Afrikas“ große Erfolge feiern. Olfert Dapper war in seinem Beruf zumeist auf Schlachtfeldern im Einsatz. Seine Hobbys waren aber schon immer Geographie und Geschichte. Für die „Beschreibung Afrikas“ wertete Dapper publizierte Beschreibungen von der Antike bis zur damaligen Gegenwart aus. Der Kurator der Ägyptischen und Islamischen Sammlungen des Museum August Kestner, Dr. Christian E. Loeben, stellt das Werk am 3. Februar in der Stadtbibliothek Hannover einer breiten Öffentlichkeit vor.

Das erste Kompendium über Afrika

 

Olfert Dapper hat es nicht nur geschafft, aus der Ferne eine detailgetreue Beschreibung Afrikas zu verfassen, seine „Beschreibung Afrikas“ war auch das erste umfassende Werk über den Schwarzen Kontinent. Der Erfolg war immens und so erfuhr das in holländischer Sprache verfasste Werk nach der Erstveröffentlichung im Jahr 1668 eine Nachauflage im Jahr 1676. Herausgegeben wurden die Schriften von Jacop van Meurs, der zu einem späteren Zeitpunkt auch die Übersetzungen ins Deutsche und Englische realisierte. Die am meisten verbreitete Ausgabe sollte jedoch erst 1686 in französischer Sprache veröffentlicht werden. Die Grundlage für diese Auflage bildeten die Kupferplatten der Illustrationen von Meurs Witwe. Besonders die umfangreiche Beschreibung Ägyptens zeichnet das Buch aus. Auf 90 Seiten wurde das Land am Nil beschrieben und durch die Kupferstiche bildlich dargestellt. Lange Zeit lehnte sich die Vorstellung der Europäer von Ägypten und deren Monumenten an die Beschreibungen des Buches an. Olfert Dapper hat es geschafft, den Schwarzen Kontinent zugänglich zu machen, obwohl er selbst nie vor Ort war. Seine faszinierenden Darstellungen in der „Beschreibungs Afrikas“ werden am 3. Februar in der Stadtbibliothek noch einmal zum Leben erweckt.

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