Wie steht es um die Zukunft der Weltbevölkerung? Im Ballhof Zwei werden ab 21. Februar Antworten geliefert

Das Projekt „The Männy. Eine Menschtierverknotung“ wurde von Kevin Rittberger (Gewinner des Jürgen Bansemer & Ute Nyssen Dramatikerpreises  und des Kurt Hübner Regiepreises), Dasniya Sommer und Dramaturgin Nora Khuon ins Leben gerufen und feiert am 21. Februar im Ballhof Zwei in Hannover Premiere. Dabei wird sich der Frage gewidmet, wie in Zukunft die Weltbevölkerung aussehen könnte. In der Spielstätte der Jungen Oper und des Jungen Schauspiels Hannover wird versucht, mögliche Zukunftsszenarien durchzuspielen.

Wie entwickelt sich die Welt in den nächsten 200 Jahren? Die Prognosen sind eindeutig: Es kommt zur Vervielfachung der Weltbevölkerung, ehe die Anzahl der Menschen wieder schrumpft. Reichen die Ressourcen tatsächlich für alle Menschen? Welche Lebensqualität bringt die Zukunft mit sich und können wir diese aktiv mitgestalten? Durch die Texte von Alexander Bogdanov und Donna Harraway wurde das Theaterprojekt inspiriert. Dabei entwickeln sich zwei Entwürfe, die komplett gegensätzlich sind. In einem Moment berühren sie sich, nur um sich im nächsten Moment wieder voneinander zu entfernen. Reduktion trifft auf Expansion, Überfüllung auf Leere und Neuanfänge auf Traditionen.

Zwei Versuche sollen Klarheit schaffen

Das Stück will die Zukunft der Weltbevölkerung anhand zweier Versuche zur Schau stellen. Im ersten Versuch will Länni die sozialistische Utopie in die Tat umsetzen. Er begegnet Männi, der ihn auf eine Reise zum Mars einlädt. Einst herrschten hier feudale Zustände, doch inzwischen hat sich das Ideal einer kommunistischen Welt durchgesetzt.

Der zweite Versuch dreht sich um Camille. Sie gehört den Komponisten an, einer neuen Bewegung, deren Mitglieder sich an ruinierten Orten niederlassen und alles daran setzen, diese wieder fruchtbar zu machen. Die artenübergreifende Verwandtschaft soll die Überbevölkerung im Zaum halten. Menschliche und nichtmenschliche Wesen verschmelzen zu einer Einheit.