HA,KULT 99949736_m Für internationale Studierende soll Wohnraum geschaffen werden Kultur

So findest Du die perfekte Erholung im Herbst und Winter!

Im gesamten Bundesgebiet wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Im Zuge der niedrigen Zinsen stiegen die Mieten in nicht für möglich gehaltene Höhen. Gerade Geringverdiener leiden unter dieser Entwicklung. Wie soll sich zum Beispiel ein Student noch eine eigene Wohnung leisten? Die Studenten stehen förmlich im Regen, doch damit soll in Hannover jetzt endgültig Schluss sein. Während viele Studenten noch im elterlichen Haus wohnen, ist guter Rat für internationale Studierende teuer. Die Initiative Wissenschaft Hannover ruft deshalb Privatvermieter unter dem Motto „Lasst uns nicht im Regen stehen“ dazu auf, ihren Wohnraum internationalen Studierenden zur Verfügung zu stellen.

 Die Nachfrage ist riesig

 Das Wintersemester 2019/2020 steht in den Startlöchern. Die Hochschulen in der Landeshauptstadt Hannover bereiten sich schon vor, doch viele Studierende quält eine ganz andere Frage: „Wie und wo finde ich eine geeignete Wohnung?“ Insbesondere viele ausländische Studierende stehen zum Semesterstart noch ohne feste Bleibe da. Durch die Initiative „Lasst uns nicht im Regen stehen“ soll dieser Umstand verbessert werden. Im Rahmen der Initiative werden Privatvermieter dazu aufgefordert, ihre Immobilien an internationale Studierende zu vermieten. In Hannover absolvieren über 7.500 internationale Studierende ihr Studium oder schreiben an ihrer Doktorarbeit. Gerade sie haben es sehr schwer, geeigneten Wohnraum zu finden. Die Vorurteile sind allgegenwärtig, die Kontakte in Hannover und der Region überschaubar und die Vorlaufzeit für die Wohnungssuche gering. Durch die gelebte Willkommenskultur soll in Hannover eine Verbesserung der Situation erzielt werden. Der Geschäftsführer des Studentenwerks Hannover, Eberhard Hoffmann, betont zwar, dass das Problem durch die Initiative sicherlich nicht grundsätzlich gelöst, aber ein Teil dazu beigetragen wird. Die bisherigen Erfolge können sich durchaus sehen lassen. Über 360 Studierende konnten seit dem Start der Aktion im Jahr 2016 bereits vermittelt werden und haben ein neues Zuhause gefunden.

 Die Wohnungswirtschaft unterstützt die Kampagne

 Auch von der Wohnungswirtschaft wird die Kampagne unterstützt. Dazu gehört zum Beispiel der „Haus & Grundeigentum Hannover e. V.“. Deren Vorsitzender Rainer Beckmann rät seinen Mitgliedern dazu, den Maklerservice des Studentenwerks zu nutzen. Dieser ist kostenlos und zeigt auf, dass die Vermietung an internationale Studenten durchaus attraktiv ist. Vermieter dürfen sich über ein Rundum-Sorglos-Paket freuen. So wird die Wohnung vom Verein aufgenommen, ein passender Bewerber gesucht und direkt vermittelt. Wenn die Chemie zwischen Vermieter und Mieter stimmt, kommt es ganz unkompliziert zur Vertragsunterzeichnung. Nicht nur Wohnungen werden dabei vermietet, auch Zimmer zur Untermiete oder WG-Zimmer sind gefragt.

 Der Hochschul- und Wissenschaftsstandort soll an Attraktivität gewinnen

 Warum wurde die Kampagne „Lasst uns nicht im Regen stehen“ überhaupt ins Leben gerufen? Zunächst einmal soll den internationalen Studierenden die Suche nach einer eigenen Wohnung erleichtert werden. Hannover und die Region erfahren dadurch aber noch viele weitere Vorteile. So kehrt das internationale Know How in die niedersächsische Landeshauptstadt ein. Zudem gewinnt der Hochschul- und Wissenschaftsstandort an Attraktivtät. Hier kümmert man sich um die internationalen Studenten und heißt diese herzlich willkommen. Die Kampagne hat sich längst bewährt und wurde im Jahr 2018 sogar mit dem „Politikaward“ ausgezeichnet. Durch „Lasst uns nicht im Regen stehen“ wird Willkommenskultur gelebt und der Hochschul- und Wissenschaftsstandort Hannover unterstreicht wieder einmal seinen exzellenten Ruf.