EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN

Kinofilm „EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN“ begeistert das Publikum Freundeskreis Hannover und das Kommunale Kino im Künstlerhaus freuen sich über großen Zuspruch // Regisseur Robert Budina stellt seinen Film dem Publikum persönlich vor // bis 25.09. zu sehen

Großer Andrang an der Kinokasse. Der Grund: Das Kino im Künstlerhaus Hannover zeigt in Kooperation mit dem Freundeskreis Hannover e.V. und dem Initiator Arben Biba den albanischen Spielfilm „EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN“ von Robert Budina. Der Film beschreibt auf eindrucksvolle Weise wie ein Zusammenleben von Christen und Muslimen gelingen kann. Damit nimmt er auf aktuelle Themen die auch für uns in Hannover wichtig sind. Ein seltenes Juwel ist dieser kleine, aber mit viel Liebe inszenierte Spielfilm aus Albanien, der mit großer Subtilität die Spielräume der Religiosität in den Fokus rückt. Ein ungewöhnlicher Beitrag zu einer allgegenwärtigen Debatte, der mit großer Poesie und in einer zart kadrierten Bildsprache von Orten des Glaubens und vom Obdach der Gemeinschaft erzählt.

„Im Norden von Albanien, gab es einst ein legendenumwobenes Gebäude aus dem 15. Jahrhundert, das sowohl als Kirche als auch als Moschee und von Muslimen und von Katholiken für Gottesdienste genutzt wurde. So entstand der Kern der Idee für den Film, verbunden mit der besonderen Geschichte der Kirche und Moschee aus dem 15. Jahrhundert, die mich schon immer fasziniert hat. Aber ich wollte auf keinen Fall einen Film über Religion machen – geschweige denn einen historischen. Aber es sollte kein Film sein speziell über das religiöse Miteinander, für das mein Land bekannt ist, oder das Trauma, das vom albanischen kommunistischen System übriggeblieben ist. Stattdessen wollte ich einen persönlichen, intimen, subjektiven Film über die persönliche Beziehung eines Einzelnen zu seiner Gemeinschaft, Familie, Liebe, Religion, zu Gott und der Natur drehen“ so Regisseur Robert Budina über seinen Film.

Initiator der Veranstaltung war der hannoversche Gastronom Arben Biba, der mit viel Leidenschaft den Film und den Regisseur Robert Budina persönlich nach Hannover holte. „Albanien ist für viele Menschen in meiner neuen Heimat ein weithin unbekanntes Land. Daher freue ich mich, dass dieser Film nicht nur die Schönheit der Landschaft, sondern auch die Besonderheiten der Menschen näherbringen konnte, freut sich Initiator Arben Biba.

„Wir waren begeistert von der gemeinsamen Idee und haben beherzt zugesagt. Als kommunales Kino gehören Filme mit einer starken gesellschaftlichen Botschaft zu unserem Programm. Der große Publikumszuspruch hat uns überwältigt und zeigt wie wichtig auch heute anspruchsvolles Kino ist“, so Ralf Knobloch-Ziegan, Leiter des Kinos im Künstlerhaus Hannover.

„In Hannover leben Menschen aus mehr als 180 Nationen,“ erläutert Matthias Görn, Vorsitzender Freundeskreis Hannover. „Das friedliche Zusammenleben von unterschiedlichen Kulturen und Religionen ist auch für unsere Stadt wichtig. Die Fähigkeit Kompromisse einzugehen, die mitunter von Zeit zu Zeit neu verhandelt werden müssen, ist sehr wichtig. Wir müssen als Stadtgesellschaft miteinander im Gespräch bleiben. Als einer der größten Bürgervereine Deutschlands engagieren wir uns leidenschaftlich für eine lebendige Stadtgesellschaft, in der die kulturelle Vielfalt auch uns verbindet. Dazu leistet der Film einen wertvollen Beitrag.“

Weitere Vorstellungen des Films im Kommunalen Kino im Künstlerhaus:

Montag, 23. September um 20:15 als deutsche Fassung

Mittwoch, 25. September um 18:00 Uhr als deutsche Fassung

Kartenverkauf und Reservierungen

Die Kinokasse ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo.-Fr. 12.00-18.00 Uhr und eine halbe Stunde vor dem jeweiligen Veranstaltungsbeginn. Karten können über die Telefonnummer (0511) 168 45522 oder per Mail an KokiKasse@Hannover-Stadt.de reserviert werden.

ZDF: „In der Moschee eines abgelegenen albanischen Bergdorfs entdeckt der Ziegenhirte Besnik ein christliches Heiligenbild. Bald ist der Frieden in seiner Familie und im Ort bedroht.

Die Idylle der archaischen Landschaft täuscht: Neben religiösen Differenzen erschweren auch politische und familiäre Probleme das Zusammenleben. Regisseur Robert Budina verpackt sein mutiges Plädoyer für Toleranz in ein stimmiges poetisches Gesamtbild.“

Tagespiegel: „Bergidyll und Religionskrieg: Das stille albanische Drama „Ein Licht zwischen den Wolken“ zeigt die Wunden, die Enver Hoxhas Regime einst schlug – und die nicht verheilt sind. Der sanftmütige Ziegenhirte. Arben Bajraktaraj als Beznik in „Ein Licht zwischen den Wolken“. Vor 30 Jahren fiel nicht nur die Mauer, sondern auch der Eiserne Vorhang. In Deutschland vergisst man leicht, welche tektonischen Verschiebungen ganz Osteuropa erlebte. Auch in Albanien wurden 1990 die Kommunisten gestürzt. Aber das Erbe von Diktator Enver Hoxha, der das Land auf eisern stalinistischem Kurs hielt und unter anderem ein totales Religionsverbot erließ, wirkt bis heute nach.“

3sat – Kulturzeit: „Als ein Hirte in einem albanischen Bergdorf, in dem Muslime und Katholiken zusammenleben, unter dem Putz der Moschee ein Christusbild entdeckt, gerät der Dorffrieden in Gefahr.“

Süddeutsche Zeitung: „Ein Haus, vier Glaubensrichtungen: Das Zusammenleben in der albanischen Ödnis geht für den Hirten Besnik und seine Familie solange mehr oder weniger gut, bis er eine Entdeckung macht. Unter der Wandfarbe der örtlichen Moschee verbergen sich christliche Malereien – sie war einst eine Kirche. Zankereien ums Essen werden plötzlich zu etwas viel Größerem. Robert Budina erzählt ohne viele Worte eine Geschichte über das Anderssein. „Ein Licht zwischen den Wolken“ ist voller Gegensätze. Rau und sanft, nur schwer zu greifen und doch nahbar.“

Über den Film „EIN LICHT ZWISCHEN DEN WOLKEN“

Der Hirte Besnik (Arben Bajraktaraj) ist an Kompromisse gewöhnt: Aufgewachsen mit einer katholischen Mutter, einem kommunistischen Vater und den muslimischen und orthodoxen Schwiegereltern, hat er Einigungen zu seinem Lebensinhalt gemacht. So kommt es nicht von ungefähr, dass Besnik auch in seinem kleinen albanischen Dorf für Frieden zwischen Christen und Moslems sorgt. Als er eines Tages während eines Gebets in einer Moschee eine Eingebung hat, entdeckt er daraufhin etwas Unerhörtes: Hinter den verputzten Mauern des Gotteshauses verbirgt sich die christliche Darstellung eines Heiligen. Für die Muslime im Ort ist das ein ungeheuerlicher Vorgang, wie konnte die Ikone so lange unentdeckt bleiben? Und noch viel schlimmer: Wie konnte eine ehemalige Kirche zu einer Moschee werden? Was für ihre Vorfahren selbstverständlich gewesen war, nämlich unter einem Dach beide Gotteshäuser zu vereinen, ist für die aktuellen muslimischen Einwohner undenkbar. Besnik ist der Aufruhr ein Rätsel, er sieht kein Problem darin, mehrere Glaubensgemeinschaften unter einem Gotteshaus zu beherbergen. Doch mit dieser Einstellung ist er allein, denn auch innerhalb seiner Familie gibt es Uneinigkeiten über die Vorgänge in der Moschee-Kirche. Besnik muss nun versuchen, alle miteinander zu versöhnen ..

Der Freundeskreis Hannover ist mit seinen rd. 1.500 Mitgliedern einer der größten Bürgervereine Deutschlands. Er engagiert sich seit nunmehr 30 Jahren als unabhängiger und gemeinnütziger Bürgerverein für eine lebendige Stadtgesellschaft. Besonders am Herzen liegt ihm, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken, kulturelle Initiativen zu unterstützen, neue Ideen zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner zu entwickeln und den Dialog zwischen Bürgern, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Kulturen und Religionen zu fördern.

Zu den Aktivitäten der Freundeskreis Hannover e.V. zählen z.B. die jährliche Vergabe des Stadtkulturpreises, Vorträge und Diskussionen zu stadtrelevanten Themen, Unterstützung und Beratung der Kulturszene, Besuche von Unternehmen, Institutionen, Behörden und hannovertypischen Einrichtungen, Stärkung des Regionsgedankens durch den Besuch der Regionsgemeinden und nicht zuletzt Kommunikation und Vernetzung der Mitglieder untereinander.

Kontakt

Freundeskreis Hannover e.V.

Goseriede 15, 30159 Hannover

1. Vorsitzender Matthias Görn

Geschäftsführerin Katharina Sterzer

Tel. 0511/1235467

sterzer@freundeskreis-hannover.de