Evá Kot’átková genießt auch auf internationaler Ebene großes Ansehen.

Vom 7. Dezember 2019 bis zum 9. Februar 2020 gibt es in der Kestnergesellschaft Hannover gleich zwei interessante Ausstellungen zu bewundern. Neben den Werken der 1982 in Prag geborenen Künstlerin Evá Kot’átková, wird im gleichen Zeitraum auch das Schaffen des ägyptischen Künstlers Hassan Khan zu sehen sein.

.Die tschechische Künstlerin Evá Kot’átková studierte Kunst in Prag, San Francisco und Wien. Weltweit wurden ihre Werke schon in zahlreichen Ausstellungen dem Publikum zugänglich gemacht. So war sie unter anderem auf den Biennalen in Sydney, Venedig, Liverpool und Lyon vertreten. Im Jahr 2007 wurde ihr eine besondere Ehre zuteil. Als bisher jüngste Preisträgerin erhielt sie den Jindřich-Chalupecký-Preis. Der Preis gilt in Tschechien im Bereich der bildenden Künste als bedeutendste Auszeichnung. Viele weitere Preise folgten. Über den Dorothea von Stetten-Kunstpreis des Kunstmuseums Bonn durfte sie sich 2014 freuen. Zusätzlich wurde sie 2015 für die Uraufführung der Performance »Justizmord des Jakob Mohr« in Prag als Künstlerpersönlichkeit des Jahres ausgezeichnet. Das Interesse an Bildungs- und Erziehungskonzepten setzt die Künstlerin mit ihrer Ausstellung in Hannover fort. Sie verstrickt dabei Individuen mit gesellschaftlichen Regelwerken. Institutionen wie die Familien, Schulen, psychiatrische Krankenhäuser oder Behörden dienen als Metapher für die Erfahrung von Leistungsdruck, Kontrollverlust und sogar Ausgrenzung. Nun dürfen ihre Werke in der Kestnergesellschaft Hannover betrachtet werden und jeder kann sich selbst ein Bild von den klugen Kunststücken der begabten Tschechin verschaffen.

Hassan Khan ist ein Multitalent

Zusammen mit dem Schaffen von Evá Kot’átková, werden in der Kestnergesellschaft Hannover auch die Werke des ägyptischen Künstlers Hassan Khan ausgestellt. Der 1975 in London geborene Khan ist für seine Vielseitigkeit bekannt. Neben der bildenden Kunst, ist er als Schriftsteller und Soundkünstler aktiv. In der Untergrundszene Kairos fanden in den 1990er Jahren seine ersten öffentlichen Auftritte statt und dabei sorgte er mit seinen experimentellen Videos für Aufsehen. Er benutzt die bildnerische Form als künstlerischen Ausdruck und hat zudem seinen Fokus auf Sprache und Musik gerichtet. Mit seinen Werken sucht Hassan Khan gerne Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Gesellschaftsformen. Er vereint zahlreiche Formen der Kunst zu einer gelungenen Einheit und wird dank der Ausstellung schon bald in Hannover seine Botschaft übermitteln.

 

Foto1: Eva Koťátková, Bekenntnisse eines Leitungssystems, 2019. Detail, Bekenntnisse des Leitungssystems, Kunsthal Charlottenborg. Foto von David Stjernholm.

Foto2: Eva Koťátková, Bekenntnisse eines Leitungssystems, 2019. Installationsansicht, Bekenntnisse des Leitungssystems, Kunsthal Charlottenborg. Foto von David Stjernholm.

Foto3: Hassan Khan, guggenheim.org

 

 

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